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Für die WM in Kentucky bereit
Voltige Lütisburg stellte sich erfolgreich der Hauptprobe für die Weltmeisterschaft in Kentucky (USA) am Weltfest des Pferdesports, dem hochklassig besetzten CHIO im deutschen Aachen.

Wiler Zeitung vom 15.7.2010, Urs Nobel

Noch nie war Voltige Lütisburg in Aachen so erfolgreich. Im Preis der Sparkasse liessen die Toggenburgerinnen das Team Frankreich, den RC Wildegg (AUT) sowie die USA hinter sich und klassierten sich hinter dem deutschen Team Bleyer Rheinland auf Rang 2. Die Basis zu diesem Erfolg legte Voltige Lütisburg mit einer gut benoteten Pflicht und einer stabilen Kür.
Voltige Lütisburg weiss nach dem CHIO in Aachen, dass auf den Schimmel «Will be good» Verlass ist. Archivbild: uno

Eine begehrte Einladung
Im abschliessenden Nationenpreis startete Lütisburg zusammen mit der Einzel-Voltigiererin Simone Jäiser und dem Einzel-Voltigierer Patric Looser. Als Team Schweiz 1 beendete diese Länder-Verbindung die Konkurrenz auf Rang 4. Patric Looser vermochte sich gegenüber der Qualifikation zwar noch etwas zu steigern, Simone Jäiser und das Team Lütisburg hingegen nicht.

Frankreich sowie die beiden startberechtigten deutschen Ländermannschaften beanspruchten somit die Podestplätze für sich. Der vierte Rang darf für das Team Schweiz als Erfolg gewertet werden. Für Lütisburg vor allem deshalb, weil sich das Ersatz-Voltigepferd «Will be good» im Aachener Hexenkessel souverän zeigte und den Toggenburgerinnen die Gewissheit verlieh, eine valable Alternative zum verletzten «Corado» – sollte dessen Heilungsprozess nicht wie erwartet verlaufen – für die WM in Amerika zu sein.

Am CHIO in Aachen darf keineswegs jedermann starten. Der Veranstalter lädt nur die Besten der Besten ein. Entsprechend hochklassig ist das Turnier und entsprechend «scharf» sind die Teams sowie die Einzelvoltis, eine Einladung für dieses Weltfest des Pferdesports zu erhalten.

Weil in diesem Jahr die Weltmeisterschaften in Kentucky stattfinden, galt die Veranstaltung in Aachen für die WM-Reisenden als letzte Hauptprobe vor dem Jahres-Höhepunkt.

Die Lütisburgerinnen haben dabei die Bestätigung erhalten, dass sie auf Kurs sind, und dass sie im Jahr nach der EM-Silbermedaille auch mit eine WM-Medaille liebäugeln dürfen.

Allerdings hat sich an der Ausgangslage im Vergleich zu den letzten Jahren kaum etwas verändert. Es sind immer noch rund sechs Teams, die sich Medaillenchancen ausrechnen dürfen.

Weil der Unterschied im Leistungsniveau an der absoluten Spitze noch kleiner geworden ist, wird in Kentucky nicht nur das Gleichgewicht zwischen Longenführer, Voltis und Pferd über Sieg oder Rangierung entscheiden, sondern auch die Tagesform und das Wettkampfglück.

Eine Medaille wäre wertvoll
Voltige Lütisburg macht jetzt nach Aachen eine kurze Pause – Ferien haben alle verdient, auch die Pferde – um sich kurz vor dem Abflug nach Amerika nochmals mit einer Intensiv–Trainingswoche auf Hochleistung zu trimmen.

Die Verantwortlichen von Voltige Lütisburg haben grosse Anstrengungen unternommen, dass das Unternehmen WM in Kentucky nicht zu einem finanziellen Abenteuer wird. Trotzdem wird kein Mitglied darum herumkommen, einen schönen Betrag der anfallenden Kosten selber zu übernehmen. Nicht zuletzt aus finanzieller Sicht wäre deshalb eine Voltige-Medaille in den USA doppelt wertvoll.

Voltigieren würde in der Hierarchie im Pferdesportverband Boden gut machen und dürfte somit für die Zukunft einen wesentlichen Anteil an grössere Beiträgen geleistet haben.

 

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