Spiel- und Anfängergruppen
Von der ersten Voltigestunde bis zum wettkampfmässigen Voltigieren ist
es ein sehr langer Weg. Nur ein kleiner Teil der Schüler schafft es,
Mitglied einer Turnier-Gruppe zu werden. Die meisten VoltigiererInnen
werden ihren Sport in einer spielerischen Form ausüben, ohne besonderen
Ehrgeiz und ohne Wettkampfambitionen. Sie freuen sich, wenn die Übungen
gelingen und betreiben diesen Sport nur zur eigenen Freude und
Körperbildung. Vielleicht möchten sie später Reiten lernen. Voltigieren
bildet eine hervorragende Grundlage.
Die Losgelassenheit des jugendlichen Voltigierers ist Vorbedingung für
das Gelingen jeder Übung. Sie stellt sich ein, wenn die aus einer
gewissen Ängstlichkeit resultierenden Verkrampfung überwunden ist und
der Voltigierer das Gleichgewicht auf dem Pferderücken
gefunden hat.
Mut und Selbstvertrauen sind weitere Folgen dieser natürlichen
Entwicklung. Spielerisch und mit Anmut sollen alle Übungen ausgeführt
werden.
Alle VoltigiererInnen lernen, Rücksicht auf das Pferd zu nehmen und
die Übungen mit einer gewissen Körperspannung auszuführen. Kein
Pferderücken liebt es, wenn ein (auch noch so kleines) Körpergewicht
"hineinplumpst". Somit gehört das Einturnen, die Kraftübungen
und die Übungen auf dem Fass, auch bei Spiel- und Anfängergruppen,
unbedingt zum Unterrichtsstoff.
Die Pflicht
Die Pflicht besteht aus sieben Übungen, die von allen Gruppen- und
EinzelvoltigiererInnen ausgeführt werden müssen. Die Wertnoten gelten
von 0 (nicht ausgeführt) bis 10 (ausgezeichnet).
1. Block der Aufgang, der Grundsitz, die Fahne, die
Mühle
2. Block die Schere, das Stehen, die Flanke
Die Kür
Die Kür kann nach eigenen Ideen, eigener Phantasie und freiem Ermessen
zusammengestellt werden.
Bewertet werden Schwierigkeit, Gestaltung (Harmonie
mit dem Pferd, Übungsverbindungen, Abwechslung der Übungselemente, Auf-
und Abgänge, Orginalität etc.) die Ausführung und der Gesamteindruck.