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Wir sind dran
Ergebnisse

Die Voltigegruppe Lütisburg nahm am international ausgeschriebenen Turnier in Stadl Paura teil. Es ging darum, sich international zu bestätigen und um EM-Qualifikationspunkte zu sammeln

Wiler Zeitung vom 28. Mai 2009, Urs Nobel

Voltige. Das internationale Turnier von Stadl Paura (Oe) ist immer besser besetzt als die Europa-Meisterschaft selber. Länder wie Deutschland, Österreich, Italien und auch die Schweiz nehmen nämlich diesen Wettkampf zum Anlass, die landesinternen Ausscheidungen hinsichtlich der EM durchzuführen. In Anbetracht dessen, dass so die besten Teams alle am Start sind, und dass an einer EM nur eine Gruppe sein Land vertreten darf, ist ein Spitzenplatz in Stadl Paura sehr hoch einzuschätzen.

Nicht nur näher
Einen solchen realisierte die Voltigegruppe Lütisburg. Nach der Pflicht rangierte sie auf Rang 2, nach der Kür fiel sie noch einen Platz zurück. Hinter den beiden besten deutschen Teams wurden die Toggenburgerinnen aber feine Dritte. Im Vergleich mit dem Weltmeister von 2008 lagen sie gerade einmal einen Tausendstel-Punkt zurück, was Monika Bischofberger zur Aussage bewegte: «Jetzt sind wir an der Spitze dran.» Die Trainerin von Lütisburg gab vor Saisonbeginn die Devise heraus, dass ihr Team näher an die Spitze herankommen wolle.

Offenbar ist es jetzt aber sogar weiter als einmal erhofft.

Ein dritter Rang für die Junioren
Ebenfalls in Stadl Paura stand das Juniorenteam aus Lütisburg im Einsatz. Für die Gruppe von Longenführerin Stefanie Brägger, die erst seit diesem Jahr den Kader-Status des Verbands besitzt, ging es weniger darum, mit den Allerbesten der anderen Länder mitzuhalten, sondern vielmehr die Konkurrenz aus dem eigenen Land zurückzubinden.

Auch die Junioren wollen zur selben Zeit wie die Aktiven in Malmö an der EM starten und müssen sich im selben Verfahren dafür qualifizieren. Dies gelang dem Lütisburger Nachwuchsteam eindrücklich. Es klassierte sich bei den Junioren im dritten Rang vor allen anderen Schweizer Gruppen. Vieles deutet somit nach drei von vier Qualifikations-Wettkämpfen darauf hin, dass Lütisburg zwei komplette Teams in Schweden an der EM stellen wird.

In einem absoluten Hoch
Auch in der Einzelkonkurrenz spielt Lütisburg eine Rolle. Marion Graf, die auf ihrem wieder genesenen eigenen Pferd Pit zusammen mit der Longenführerin Rebecca Egger in Stadl Paura startete, präsentierte sich auf internationalem Parkett so stark wie nie. Marion Graf belegte nach der Pflicht und der ersten Kür mit grossem Vorsprung Rang 1.

Im Technikprogramm hingegen spielte ihr ihr vierbeiniger Partner aber einen Streich, so dass die in Schwarzenbach wohnhafte Athletin im Klassement weit zurück fiel. Mit einer zweiten Kür holte Marion Graf einen grossen Teil des Rückstandes wieder auf und beendete den Wettkampf auf dem vierten Platz. Die Fachleute waren sich einig, dass Marion Graf an der EM als Medaillen-Kandidatin gehandelt werden müsse, wenn sie ohne grösseren Patzer durchkommt.

Ob auch Melanie Guillebeau an der EM im Einzel starten kann, ist derzeit noch offen. Der Internationale Verband will, dass nur im Einzel starten kann, wer nicht auch noch in der Gruppe dabei ist.
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