 |
 |
 |
 |
Grösster Erfolg der Vereinsgeschichte |
Voltige Lütisburg gewinnt an der Europameisterschaft in Malmö die Silbermedaille. Das Juniorenteam ergänzt diesen Erfolg mit dem Gewinn von Bronze. Die beiden Resultate sind das Resultat einer kontinuierlichen Aufbauarbeit, die auch immer wieder mit Rückschlägen verbunden war
Wiler Zeitung vom 3.8.2009, Urs Nobel
|
 |
Bild: Die erfolgreiche Lütisburger Delegation, Bild: André Guillebeau
Voltige. Vor einem Jahr zeigte sich Longenführerin Monika Bischofberger kämpferisch, als sie auf mögliche Resultate an der WM in Brünn angesprochen wurde. «Wir wollen den Abstand zur Weltspitze verkleinern.» Das Unterfangen gelang damals nur halbwegs, weil nicht die optimale Leistung abgerufen werden konnte. Die Toggenburger Trainerin und ihre Mädchen liessen sich davon aber nicht entmutigen und setzten sich für die diesjährige EM in Malmö ein noch höheres Ziel.
«Wir wollen um eine Medaille mitkämpfen», waren sich alle einig und dachten dabei wohl am ehesten an eine bronzene Auszeichnung, weil sie sich bewusst waren, dass Österreich und Deutschland kaum zu bezwingen sein würden.
Corrado regelmässig geschont
Jetzt wurde aber die Silbermedaille gewonnen und Deutschland hinter sich gelassen. «Dieser Erfolg ist das Resultat von kontinuierlichem Training und auch von einer spezifischen Vorbereitung hinsichtlich dieser EM», wusste Monika Bischofberger zu berichten. Ihre Mädchen hätten wohl gewohnt intensiv trainiert und auf vieles verzichtet. Was aber wohl den Ausschlag zum Gewinn von Silber gegeben hat, dürfte die Tatsache gewesen sein, dass das Voltigepferd Corrado sehr gute Pferdenoten eingelaufen hat. Corrado wurde im Verlauf dieser Saison möglichst oft geschont. Das nicht mehr ganz junge Pferd dankte diese Massnahme mit drei sauberen Auftritten in Schweden, welche es auch mit sich brachten, dass sich die Mädchen auf dessen Rücken wohl- und sicher fühlten.
Bronze für die Junioren
Der Gewinn der Silbermedaille an der EM bringt es mit sich, dass die Voltigegruppe Lütisburg von ihrem grössten Erfolg in der Vereinsgeschichte reden darf. Voltige Lütisburg gewann in Malmö aber nicht «nur» Silber. Das Juniorenteam, welches sich auch für die EM qualifiziert hatte, vermochte ebenfalls zu glänzen und erstmals für die Schweiz in der Nachwuchs-Kategorie eine Medaille zu gewinnen. Das Juniorenteam, welches unter der Führung von Stefanie Brägger an der Longe zum Wettkampf antrat, wurde Dritte und somit Bronze-Gewinner. Auch auf Schimmel «Will be Good» war in Malmö Verlass. Zudem sieht das Juniorenteam den Ursprung seines Erfolgs in der Tatsache, dass schon längere Zeit in fast derselben Formation trainiert und kontinuierlich Fortschritte erzielt werden konnten.
Stefanie Brägger hat mit ihrem Team im Schatten der ersten Mannschaft Grossartiges erreicht, der Erfolg ihrer Mannschaft in Schweden ist keineswegs als Eintagesfliege zu bezeichnen, sondern basiert auf vielen Entbehrungen und grosser Leidenschaft für die Sportart Voltige.
Fast noch eine Medaille
Voltige Lütisburg stellte in Schweden mit Andrina Niederberger und Melanie Guillebeau auch ein Zweierteam an der Europameisterschaft. Die zwei routiniertesten jungen Damen aus Lütisburg, die auch in der Gruppe zum Einsatz kamen, schafften an der erstmaligen Vergabe von Medaillen in dieser Kategorie fast ein kleines Wunder. Schliesslich reichte es den beiden aber doch «nur» zum vierten Schlussrang. Sie traten mit dem vom Franzosen Fabrice Holzberger gestellten Schimmel Watriano an, auf dem sie im Vorfeld lediglich dreimal trainieren konnten. Obwohl sich der belgische Wallach im Zirkel hervorragend präsentierte, waren sich im Schweizer Lager alle einig, dass bei intensiverem Training der beiden Schweizerinnen auf demselben Pferd noch mehr möglich gewesen wäre.
Mehr möglich wäre auch für Marion Graf, die im Einzel startete, möglich gewesen. Die Leistung der athletischen Voltigiererin im Vorfeld der EM liess nämlich auf einen Spitzenplatz hoffen. Ihr Pferd Pit, welches von Rebekka Egger an der Longe geführt wurde, war sich offenbar dieser Erwartungen nicht bewusst, bockte und refüsierte sogar während seines Auftritts. Damit war die Chance auf eine Medaille vorbei, und Marion Graf blieb nichts anderes übrig, als sich wenigstens an den brillanten Resultaten der anderen Lütisburgerinnen zu erfreuen. |
|
 |
 |
 |
 |
|
|